Geschichte

 

1396 wurde Hattingen mit dem Abschluß eines Befestigungsvertrages zur Stadt erhoben. In der Folgezeit entstanden in der am „KleinenHellweg“ (Hilinciweg) gelegenen Handelsstadt Gilden und es wurden Wochen- und Jahrmärkte abgehalten. 1554 trat Hattingen zusammen mit Blankenstein der Hanse bei. Nach Pestepidemien und zahlreichen Zerstörungen im Zuge des 30-jährigen Krieges entwickelte sich Hattingen im 18. Jahrhundert zu einer bedeutenden Textilstadt.

1787 fährt hier mit der „Rauendahler Kohlebahn“ die erste Bahn Deutschlands. 1854 gründet Henrich Graf zu Stolberg-Wernigerode gegen den Protest der Bevölkerung die Henrichshütte an den Ufern der Ruhr. Für die nächsten 130 Jahre bestimmt sie die Geschicke der Stadt Hattingen und der damals noch selbständigen Gemeinde Welper. Der zügige Ausbau der Hütte sorgt für eine rasante Erhöhung der Einwohnerzahl. Die ersten Arbeitersiedlungen entstehen bereits in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Welper.

Nach dem 2. Weltkrieg sichern zahlreiche Proteste gegen die alliierten Demontagepläne den Erhalt der Hütte. Für die zugezogenen Arbeitskräfte baut die HWG eine neue Siedlung in Hattingen – die heutige Südstadt. Im Februar 1987 kommt aufgrund der Überkapazitäten auf dem Stahlmarkt das Aus für die Hütte. In den folgenden Monaten erlebt Hattingen die größte Demonstration in seiner Geschichte. 30.000 Menschen demonstrieren für eine Zukunft des Ruhrgebietes.

In der Folgezeit vollzieht sich auch in Hattingen der Strukturwandel. Auf dem Hüttengelände entsteht nicht nur das Westfälische Industriemuseum Henrichshütte, eine kleine Künstlerkolonie und siedeln sich neue Firmen wie Air Product an, sondern entsteht mit Minigolfplatz, Teich, Grünanlagen und Museumsgastronomie „Henrichs“ ein Gelände mit hohem Freizeitwert.

Ausführliche Informationen erhalten Sie über das
STADTARCHIV HATTINGEN oder über die Internet-Präsentation unter:
www.archiv.hattingen.de

Linktipp: Historischer Altstadtrundgang