Hanseatisches Hattingen

Lübeck, Hamburg, Bremen – die großen Hansestädte sind jedem bekannt. Doch das eigentliche Kernland der deutschen Hanse (althochdeutsch für Schar, Gefolge) bildet Westfalen. Westfälische und niederrheinische Kaufleute besiedelten ab dem 12. Jahrhundert auf ihren Handelszügen zur Ostsee die niederdeutschen Seestädte, darunter Kaufleute aus Münster, Soest, Dortmund – und Hattingen. Sie handelten vor allem mit Wolltüchern und importierter spanischer Wolle.

 

Vom Kaufmannsbund zum Städtebund

Die Kaufmannshansen verhalfen den niederdeutschen Städten zu wirtschaftlicher und politischer Macht und legten den Grundstein für den hansischen Städtebund, der in der Blütezeit zwischen dem 12. und 16. Jahrhundert mit bis zu 200 Städten zum mächtigsten Wirtschaftsbund auf deutschem Gebiet anwuchs.

 

Gründungsstadt des Westfälischen Hansebundes

1983 haben Hattingen und 19 weitere ehemalige westfälische Hansestädte aus Hessen, Niedersachsen und Westfalen den Hansebund wieder aufleben lassen und unterzeichneten in Herford die Gründungsurkunde des Westfälischen Hansebundes – heute mit 48 Hansestädten die größte Regionalorganisation des Städtebunds Die Hanse.

 

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Das Haus der grauen Mönche

Hattingen als Teil der Hanse – das ist sogar Stoff für einen Historienroman des Herner Autoren Jan Zweyer. Denn hier, im spätmittelalterlichen Hattingen, beginnt seine dreiteilige Mittelaltersaga Das Haus der grauen Mönche. Und hier lässt er auch seinen dritten Teil Im Dienst der Hanse um den Waisen Jorge von Linden anno 1511 enden.

Sein Romanprotagonist Jorge von Linden wächst im „Haus der grauen Mönche“ auf, eine Einrichtung des Dominikanerordens. Das im 15. Jahrhundert errichtete Steingebäude lag wahrscheinlich nahe der St.-Georgs-Kirche und der Kirchstraße bis es etwa 1855 abgerissen wurde.

 

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