Holthausen

In keinem anderen Stadtteil in Hattingen fand in den letzten Jahren ein so großes Bevölkerungswachstum statt wie in Holthausen. Mittlerweile wohnen 5820 Menschen im Stadtteil mit weiter steigender Tendenz. So hat sich die Einwohnerzahl in Holthausen seit 1966 mehr als verdreifacht.
Während die Erklärung der meisten Ortsnamen mehr oder weniger Schwierigkeiten bereitet, ist die Bedeutung des Wortes Holthausen ganz offensichtlich: Als schon größere Flächen des Umlandes urbar gemacht,  zu Weiden und Feldern umgestaltet worden waren, da lag das Gebiet des heutigen Ortsteiles Holthausen noch als Gehölz da. Als die umliegenden Gebiete den Bauern, ca. im 7. Jahrhundert, nicht mehr ausreichend Lebensraum boten, wurden weitere waldreiche Gebiete erschlossen, man zog `int Holt (Holz), daher der Ortsname Holthausen. Heinrich der III. schenkte den Reichshof Holthausen am 15.11.1054 dem Stift Essen/Abtei Werden. Mit der anliegenden Gemeinde Welper blieb Holthausen bis ins 18. Jahrhundert verbunden und zwar in Form einer Markgenossenschaft.
Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts kannte man hier nur Strassen und Wege, die lediglich ländlichen Ansprüchen gerecht wurden und es gab nur wenige Höfe. 1939 wurde die Zeche Aurora gegründet, die bis 1965 Kohle förderte. 1942 wurde bereits eine Gemeindebücherei eröffnet.

In diesem industrieärmsten Stadtteil siedelten sich insbesondere aufgrund der naturnahen Lage und der Nähe zur Stadt Hattingen Familien an, so dass am 16.08.1971 die Grundschule in Holthausen und am 02.09.1974 der kath. Kindergarten eröffnet werden konnten, aufgrund des Bevölkerungswachstums wurde ein zweiter Kindergarten in der Lindstockstraße gebaut.
Durch den Einsatz engagierter Leute und Eltern konnte am 21.02.1977 erstmalig der Holthauser Rosenmontagszug stattfinden, der auch bis heute nicht mehr aus dem Terminkalender Hattingens wegzudenken ist.

Kennzeichnend für die Struktur war auch der Bau eines Schulzentrums an der Lindstockstraße für 2000 Schüler mit Unterbringung eines Gymnasiums und einer Realschule, mit angrenzendem Hallenbad und Sportplatz.

Am 22.12.1985 erweiterte die St.-Georgs-Kirchengemeinde ihre Räumlichkeiten und ihren Wirkungsbereich durch die Einweihung eines neuen evangelischen Gemeindezentrums an der Dorfstraße. In 2009 beginnt der Anbau eines weiteren Jugendraumes.
Mit der Grundsteinlegung für die Neurochirogische REHA-Klinik am 13.01.1991 (Eröffnung 1993, Erweiterung durch Kinderabteilung 1995) war ein weiteres attraktives Gebiet am Rande der Holthauser Höhen entstanden. Die REHA-Klinik gehört heute zu den größten Arbeitgebern in Hattingen.

Infrastruktur durch Geschäfte, Sparkasse, Schulen usw. ließen und lassen diesen Stadtteil immer mehr wachsen. In verschiedenen Bereichen Holthausens wurden größere Baugebiete erschlossen.

Ein weiteres Angebot bieten Sportvereine in der Mehrzweckhalle an der Grundschule, wo auch einige Feste und Feierlichkeiten stattfinden, weiterhin die Sportplätze An der Behrenbeck und am Schulzentrum mit Beachsportmöglichkeiten.

Klinik Holthausen